Gebrühter Filterkaffee auf dem Tisch

Romantisch behaftet darf der Kaffee am Morgen nicht fehlen. Dessen Duft komplementiert die Brühakustik der Kaffeemaschine. Doch wie entsteht eigentlich der Kaffeegeschmack?

Hohe Kaffeequalität liegt natürlich nicht an der Kaffeemaschine allein. Vor- und Nacherntebehandlungen, Rösten und Mahlen der Kaffeebohnen sind zentrale Schritte für einen guten Kaffeegeschmack. Um das gewünschte Aroma der Kaffeebohne freisetzen zu können, muss man diese einem bestimmten Röst- und Mahlprozess unterziehen. Eine gute Tasse Kaffee zeichnet sich durch ein Gleichgewicht von Aroma und Intensität aus. Der Brauschritt ermöglicht das Extrahieren von Geruchsstoffen und Schlüsselmolekülen aus dem gerösteten und gemahlenen Kaffee in die Tasse. Es gibt verschiedene Aufbereitungsmethoden, basierend auf Herkunft, Kultur und der endgültigen Konsumentenpräferenz. Für jeden von ihnen spielen mehrere Parameter eine ausgewogene Rolle.

Eine gute Tasse beginnt mit richtig gerösteten, getrockneten und gelagerten Bohnen

Die Sorte, Herkunft, Verarbeitung und das gewünschte Geschmacksprofil des grünen Kaffees werden durch die Röstbedingungen bestimmt und beeinflussen somit die endgültige Röstfarbe und Kaffeegeschmack. Um den Kaffee richtig zuzubereiten, sollten die Bohnen bis zum Aufbrühen gut vor Sauerstoff geschützt sein. Wichtig ist jedoch, dass die gerösteten Bohnen ihre entsprechende Ruhephase kriegt. Denn in der Tat benötigen geröstete Kaffeebohnen mindestens 12 Stunden, wenn nicht sogar einige Tage, um den Kaffeegeschmack nach dem Rösten zu stabilisieren. Das Aroma im Inneren der Bohnen entwickelt sich nach dem Rösten weiter, da die Bohnen durch die Hitze Gase freisetzen. Erst durch die Ruhephase pendelt sich der eigentliche Geschmack der Bohne ein. Insgesamt reift der Charakter des Kaffees heran, indem die enthaltene Schärfe abnimmt und sich ein ausgewogeneres Geschmacksprofil entwickelt.

Deshalb sollte man sich im Klaren darüber sein, welchen Kaffeegeschmack man mit dem Röstvorgang erhalten will. Soll der Kaffee eher sauer oder bitter schmecken? Und welche Geschmacksnoten möchte man aus der Bohne herausholen? Hierbei spielen die folgenden Kriterien eine wichtige Rolle:

  • Wasser (Menge, Qualität, Temperatur)
  • Kaffee (Menge, Malgrad, Partikeldichte)
  • Filterverfahren (Filterart, Druck, Dauer)

Ihr könnt bei eurem nächsten Einkauf also ein wenig beim Röster eures Vertrauens nachfragen, welche Geschmacksrichtungen angeboten werden und was deren Tipps zum Brühverfahren sind. So könnt ihr nach und nach ein Gefühl für die verschiedenen Variationen erhalten und euch auf die Suche nach eurem perfekten Kaffee machen. Möglich sind nämlich bis zu 8000 Variationen, die bis jetzt noch nicht alle ausgeschöpft sind.


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One thought on “Von der Bohne in die Tasse – Wie sich der Kaffeegeschmack entwickelt”

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